Der Autor ist selbständiger Insulinpumpentrainer und seit 1971 Typ1-Diabetiker. Seit drei Jahren „loopt“ er selbst und tauscht sich mit anderen „Loopern“ zu diesem Thema aus. Hier schreibt er aus persönlicher Sicht eines Betroffenen, wir er begann sich für das Thema zu interessieren und was er an AID (Automatische Insulin Versorgung) so sehr schätzt. Was ist AID? In der Tat muss ich als der Verfasser dieser Zeilen, zunächst ein Bekenntnis ablegen: Als ich vor über drei Jahren mit der Umsetzung eines persönlichen AID-Systems begonnen hatte, habe ich überhaupt erst nach Jahrzehnten wieder konsequent Faktoren wie Insulin-Sensitivität, Kohlehydrat-Insulin-Verhältnis und Basalratentest in Angriff genommen. Es schien mir überhaupt zum ersten Mal wieder der Mühe wert! Beim AID steuert ein spezieller Algorithmus selbständig das Zusammenspiel von CGM und Insulinpumpe, um meine Blutzuckerwerte automatisch so gut wie möglich im optimalen Bereich zu halten. Mein persönliches AID-System: wie alles begann Motivierend war eine von mir frisch (seit 2014) in Betrieb genommene Insulinpumpe (SOOILs Dana-R, jetzt erhältlich das Nachfolgeprodukt Dana-RS), die sich als einzige auf dem gesamten Markt vollständig per Smartphone steuern ließ. Hinzu kam (bevor CGM eine Kassenleistung war) das einfach und schnell verfügbare FGM-System Libre1 der Firma Abbott (Ende 2014). Die Situation konnte nicht wegweisender sein: Permanent machte ich kleine Anpassungen der temporären Basalrate gemäß der Informationen, die mir das FGM-System per Flash-Glucose-Monitoring bot. Die naheliegende Frage war: „Kann das permanente Justieren nicht eine Maschine für mich übernehmen?!“ Mein erstes DIY-AID Damit war für mich, nachdem mich einige Bekannte, die ich in Diabetes-Online-Foren kennen lernte, auf Android-APS (Aritifical Pancreas System) hingewiesen hatten, der Weg vorgezeichnet. Zudem gab es eine ganz spezielle Motivation bezüglich nächtlicher, unbemerkter Hypoglykämien, die zu äußerstem Unwohlsein am nächsten Morgen führten (Kopf- und Gliederschmerzen). Unter der Assistenz äußerst hilfsbereiter Online-Freunde gelang es mir Ende 2016/Anfang 2017 ein DIY-AID mit den drei notwendigen Komponenten: Insulinpumpe = Dana-R CGM = Libre1+DIY-Sender Controller = AndroidAPS auf Smartphone zu realisieren. Weitere Infos finde Sie hier: https://wiki.notwait.in/index.php/Schritte_zum_eigenen_APS#AndroidAPS Wie geht es mir heute? Inzwischen ist in meinem speziellen Fall der Libre1 (der Nachfolger Libre2 ist auch sehr beliebt in Looper-Kreisen) dem Dexcom G6 gewichen, ich besitze mehrere Loop-taugliche Android-Phones, sowie immer noch die Dana-R(S) Insulinpumpe. Die Ergebnisse des DIY-AID waren und sind phänomenal: 96% TIR (Time in Range 70-180), 0% unter 70, A1c um 6% und ein unschlagbares Gefühl der Sicherheit und Kontrolle im Alltag! Mein persönliches Fazit soweit: „Früher hatte ich Probleme mit dem Stoffwechsel, heute habe ich nur noch gelegentlich aber immer seltener Probleme mit der Technik. Dreimal dürfen Sie raten, was mir lieber ist.“ AID: Von der Idee zum Closed Loop AID (Automatische Insulin Versorgung) gilt als das neue und beste Paradigma der Insulin-Therapie darstellt. Closed Loop: ein langer Weg Solange es keine Heilung für Diabetes gibt, besteht der nachvollziehbare Wunsch, die Funktion der menschlichen Bauchspeicheldrüse möglichst genau nachzuahmen.
Hanna Barat ist eine kreative Frau, die als gelernte Designerin von Funktionssportbekleidung viel Erfahrung im Bereich Tragekomfort und Funktionalität von verschiedenen Materialen mitbringt. Kurzerhand entwarf sie für ihren Sohn den Prototypen einer Insulinpumpentragetasche, der Start zur Firmengründung von mellitus one.
Laut deutschem Gesundheitsbericht von 2019 erkranken fast 5 % aller Schwangeren an Schwangerschaftsdiabetes. Bei den Betroffenen ergeben sich nach der Diagnose oft viele Fragen, Unsicherheiten und manchmal auch Sorgen und Ängsten. Auch Sandra Z. kannte diese Situation. Obwohl die kleine Emma mittlerweile ein gesunder und aufgeweckter Wonneproppen ist, kann Sandra sich noch gut an die Zeit zwischen Vorfreude, Glücksgefühl, Angst und Sorge erinnern. Da sich viele betroffene Schwangere häufig hilfreich Kontakte zu anderen Frauen in einer ähnlichen Situation wünschen, hat sich Sandra bereit erklärt, in einem Interview von ihrer Zeit als werdende Mutter mit Gestationsdiabetes zu berichten.
Mike Fuchs Fotografie/T1DayDie DiaTec ist die jährliche Fortbildungskonferenz zum Thema Diabetes-Technologie. Sie findet immer am letzten Wochenende im Januar statt. In diesem Jahr trafen sich Fachleute, Insider und Influencer in Berlin, um in Austausch zu treten. Wir waren live dabei und berichten über das bewegende Event.