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Wissenswertes über Folge- und Begleiterkrankungen

Es geht um mehr als den Diabetes
Wissenswertes über Folge- und Begleiterkrankungen
Eine stabile Diabetes-Einstellung, möglichst viel Zeit im Zielbereich und die Vermeidung von Hypo- und Hyperglykämien – die allgemeinen Therapieziele bei Diabetes sind bekannt. Langfristig reduziert sich dadurch auch das Risiko für Folge- und Begleiterkrankungen. Was sollte man wissen und wie lässt sich vorbeugen? Was ist eine Folge- und was eine Begleiterkrankung? Gibt es einen Unterschied und warum ist das von Bedeutung? Obwohl beide Begriffe oft synonym verwendet werden, handelt es sich nicht um ein und dasselbe. Begleiterkrankungen – auch Komorbiditäten genannt – beschreiben zunächst „nur“ das gleichzeitige Vorkommen von zwei oder mehr Diagnosen, die körperlicher sowie psychischer Natur sein können. Ob der Diabetes ursächlich dafür ist, steht nicht fest. Bei Folgeerkrankungen ist dies – wie der Name schon sagt – anders. Sie sind eindeutig durch den Diabetes, insbesondere durch häufige Blutzuckerentgleisungen, bedingt. Oft werden Folgeerkrankungen sogar nach der Grunderkrankung benannt, wie diabetische Nephropathie, diabetische Retinopathie oder diabetisches Fußsyndrom.
Begleiterkrankungen im wechselseitigen Einfluss
Menschen mit Typ-1-Diabetes sind wesentlich häufiger von Autoimmunerkrankungen wie Zöliakie (Gluten- Unverträglichkeit) oder einer Schilddrüsenunterfunktion betroffen. Das Risiko für Übergewicht und psychische Diagnosen wie Depressionen, Angst- oder Essstörungen erhöht sich sowohl bei Typ-1- als auch bei Typ-2-Diabetes. Es ist wichtig zu wissen, dass sich Begleiterkrankungen wechselseitig beeinflussen: So können etwa diabetesbedingte Stressoren einen negativen Einfluss auf die Psyche haben, während psychische Erkrankungen oft die Umsetzung der Diabetes-Therapie beeinträchtigen. Eine Schilddrüsenunterfunktion, Übergewicht und auch Zöliakie beeinflussen den Stoffwechsel und können die Diabetes-Therapie erschweren. Um wechselseitige Einflüsse zu berücksichtigen, braucht es ganzheitliche Behandlungen und gezielte Kommunikation. Wichtig ist: Über körperliche und psychische Symptome, die neu auftreten oder sich verstärken, sollte umgehend mit dem Diabetes-Team gesprochen werden.
Folgeerkrankungen betreffen Nerven und Gefäße
Häufige Hyperglykämien können feine Nervenfasern sowie Blutgefäße schädigen, da diese sehr empfindlich auf Glukose reagieren. Schädigungen feinster Nervenfasern machen sich oft zunächst durch Taubheit und Kribbeln, vor allem in den Füßen, bemerkbar (diabetische Neuropathie) und auch die Sehkraft kann auf Dauer beeinträchtigt werden (diabetische Retinopathie). Weitere typische Folgeerkrankungen von Diabetes sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch Auswirkungen auf die Nierenfunktion sind möglich. Wiederholt auftretende Hypoglykämien werden langfristig mit Demenz und auch Schlaganfällen in Verbindung gebracht. Die wichtigste Botschaft vorab: Eine stabile Diabetes-Einstellung schützt am besten vor den unerwünschten Folgen.

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