Alles eine Frage der Hormone: Zyklus und Diabetes
Hormon-Faktor Nummer 1: Stress
Im Job türmt sich die Arbeit, der Chef nervt, privat überschlagen sich die Termine und obendrein fordert die Familie reichlich Aufmerksamkeit – Stress pur. Der Körper ist angespannt und schüttet vermehrt die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol aus. Für Menschen mit Diabetes eine besonders unglückliche Situation, denn diese Hormone bremsen die Insulinwirkung und steigern die Zuckerneubildung. Um einen Blutzuckeranstieg zu vermeiden, muss also gegebenenfalls mit Insulin gegengesteuert werden. Auch bei nächtlichen Unterzuckerungen sind Hormone mit im Spiel: Weil der Cortisolspiegel gegen Abend sinkt, wird weniger Insulin benötigt, dadurch steigt aber gleichzeitig das Risiko für nächtliche Unterzuckerungen – insbesondere bei einer zu starken Korrektur hoher Werte am Abend, bei sportlicher Betätigung oder Alkoholkonsum. In den Morgenstunden hingegen, wenn Adrenalin und Glukagon ihre höchste Konzentration erreichen, tritt bei vielen Menschen mit Diabetes das sogenannte Dawn-Phänomen auf, der Anstieg des Blutzuckers in der „Dämmerung“.Hormon-Faktor Nummer 2: Pubertät
